Stand: Februar 2018

Der Seminarkurs

Der Seminarkurs dient der fachlichen, fachübergreifenden oder fächerverbindenden Vertiefung in einem oder mehreren Unterrichtsfächern, dem Aufbau wissenschaftspropädeutischer Kompetenz oder der Berufs- und Studienorientierung.

Der Seminarkurs wird an Schulen in mindestens einer Ausprägung angeboten - als Seminarkurs "Wissenschaftspropädeutik" oder als Seminarkurs "Studien- und Berufsorientierung". In beiden Ausprägungen orientiert er sich an einem Unterrichts- oder Leitfach.

Für die Seminarkurse gibt es keine Rahmenlehrpläne. Grundlage sind die "Hinweise zum Seminarkurs in der gymnasialen Oberstufe" des LISUM vom Juli 2011.

Ab dem Schuljahr 2014/15 muss in allen Schulen mit gymnasialer Oberstufe der Seminarkurs angeboten werden.

Angebote 2018/19

Englisch: "Australia - Down Under on top"

Mathematik: "Numerische Verfahren in der Mathematik"

Biologie/Chemie: "NAWI: Umwelt - Ernährung - Energie"

Musik: "Der Sound der großen Freiheit - Gesellschaftliche Widerstände oder jugendliche Rebellion in der Musik"

Geografie: "Boomtown Potsdam - immer mehr, immer mehr,..."

Deutsch: "Wie wollen wir leben? Utopie und Dystopie als Spiegel von Wirklichkeit"

Angebote 2017/18

  • Pol. Bildung
  • Chemie
  • Musik
  • Geschichte
  • Physik
  • Kunst

Die Einrichtung der Kurse ist vom Wahlverhalten der SchülerInnen und den schulorganisatorischen Möglichkeiten abhängig.

Wissenschaftspropädeutik

Propädeutik (griech.) = Vorbildung

"Wissenschaftspropädeutik in der Schule kann im weitesten Sinne als Beitrag der Schule zur Vorbereitung auf das wissenschaftliche Arbeiten an den Universitäten verstanden werden."

Klaus Moegling, 2003

Allgemeine Ziele

  • Aneignung wissenschaftlicher Arbeitsweisen:
    • exemplarische Vertiefung fachbezogener und überfachlicher Kompetenzen
  • Erarbeitung einer Seminararbeit (Umfang: ca. 10-15 Textseiten)
  • Präsentation der Ergebnisse

Kompetenzentwicklung wissenschaftspropädeutischen Lernens

Wissen Methoden der Erkenntnisgewinnung Reflexions- und Urteilsfähigkeit
Grundlagenwissen,
Orientierungswissen
typische Denk- und Arbeitsweisen,
Methoden des eigenen Lernens (Einstellungen und Verhaltensweisen zum wissenschaftlichen Arbeiten)
z.B.
Methodenkritik,
Infrage stellen fachwissenschaftlicher Ergebnisse

Die Ausprägung Wissenschaftspropädeutik

  • ermöglicht forschendes Lernen und leitet im Kontext eines übergreifenden Rahmenthemas zum selbstständigen wissenschaftlichen Arbeiten an.
  • Die Schülerinnen und Schüler erstellen eine individuelle schriftliche Seminararbeit zu einem Teilaspekt des Rahmenthemas und präsentieren ihre Ergebnisse.
  • Die Schülerinnen und Schüler werden in ihrem selbstständigen Arbeitsprozess von der Lehrkraft betreuend begleitet.

Die Ausprägung zur Studien- und Berufsorientierung

  • dient zur Aufklärung über Studiengänge und Berufsbereiche sowie der Klärung eigener Stärken und Interessen zur Entwicklung der Berufswahlkompetenz,
  • kann durch die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern schon während der
    Schulzeit praxisnahe Erfahrungen ermöglichen.

  • Es wird eine anwendungsbezogene Projektarbeit im Team erstellt und präsentiert.
  • Im Vordergrund stehen die Erkundungsaktivitäten und die Erstellung der Projektarbeit,
    organisatorisch und fachlich vorbereitet und begleitet durch die Lehrkraft

Wahl des Seminarkurses

Die Schülerinnen und Schüler sind bei der Wahl des Seminarkurses grundsätzlich frei, d.h. sie müssen nicht den grundständigen Unterricht des jeweiligen Leitfaches besuchen (Ausnahme sind Sprachen, da sind Sprachkenntnisse notwendig).

Bewertung und Prüfungen

Der Seminarkurs kann als Besondere Lernleistung gewählt werden. In diesem Fall kann die Seminar- oder Projektarbeit als Grundlage für die im Rahmen der Besonderen Lernleistung zu erstellende schriftliche Arbeit oder Dokumentation 
genutzt werden.

Im Seminarkurs werden keine Klausuren geschrieben.

Anhand der Aktivitäten der Schüler/innen in den jeweiligen Arbeitsphasen werden angemessene Formen von Leistungsnachweisen definiert, von den Schüler/innen erbracht und von den Lehrkräften bewertet. Hierzu gehört auch die jeweilige Seminar- bzw. Projektarbeit und deren Präsentation. Kriterien für die Leistungsbewertung werden in den beteiligten Fachkonferenzen abgestimmt.

Die Halbjahresergebnisse können in die Gesamtqualifikation eingebracht werden.