Die Fotos wurden freundlicherweise von unserer Schülerzeitung mindgrün bereitgestellt.

Vorträge vom Tag der Wissenschaften 2015

Frau El-Sharnouby: Ägypten und die Revolution: Was sind die Träume der jungen Generation?

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Frau Dr. Olias: Alle Sinne essen mit.

Warum schmeckt Essen bei Schnupfen fade? Isst das Auge wirklich mit? Würdest Du lieber eine braune oder gelbe Banane essen? Anders als bei den meisten Aktivitäten, sind beim Essen alle Sinne beteiligt. Besonders eng sind das Schmecken und Riechen miteinander gekoppelt. So eng, dass wir sie im Alltag oft miteinander verwechseln. Aber auch der Seheindruck, der Tastsinn, das Gehör und das Hitze- und Schmerzempfinden beeinflussen, wie wir Essen wahrnehmen und ob es uns schmeckt. Chips sollten beispielsweise kross sein. Es muss knacken, wenn wir reinbeißen. Eis und Schokolade dagegen sollten zartschmelzend auf unserer Zunge zergehen. Welche Rolle insbesondere der Geschmacks- und Geruchssinn für die Gesamtgeschmackswahrnehmung spielen, wie die Geschmacks- und Geruchsorgane aufgebaut sind und welche neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse es am Deutschen Institut für Ernährungsforschung hinsichtlich der Geschmacksforschung gibt, soll in dem Vortrag angesprochen werden.

Herr Dr. Plantör: Antibiotikaresistenz: Sterben wir jetzt alle an der nächsten Infektion?

Die meisten Menschen sterben weltweit an Infektionen, vor allem durch Bakterien. Im Mittelalter haben Seuchen, wir z.B. die Pest ganze Städte ausgelöscht. Die Entdeckung des Penicillins und anderer Antibiotika haben die Infektionskrankheiten zurückgedrängt. Doch die Bakterien entwickeln sehr erfolgreich Mechanismen die Wirkung der Antibiotika zurückzudrängen oder auszuschalten („Antibiotikaresistenz“). In den letzten Jahren sind immer mehr tödliche Bakterienstämme aufgetreten, die man nicht mehr behandeln kann. Die Menschheit muss auf diese Bedrohung reagieren. Ziel des Vortrages ist es, die Wirkweise und Bedeutung von Antibiotika zu erlernen, die Gründe der Resistenzentwicklung zu verstehen und die Vor-/Nachteile der Anwendung abzuwägen. Hinweis: Es werden Bilder von Krankheitssymptomen gezeigt.

Herr Porthun: Atome sichtbar machen durch Rastersondenmikroskopie

In den letzten Jahren hat die Nanotechnologie sehr an Bedeutung gewonnen. Man braucht dabei hochauflösende Mikroskope um feinste Strukturen beobachten zu können. Weil das Auflösungsvermögen von optischen Mikroskopen durch die Lichtwellenlänge limitiert ist, sind diese in der Nanotechnologie nur begrenzt anwendbar. An ihrer Stelle werden Elektronenmikroskope oder Rastersondenmikroskope eingesetzt.
Der Vortrag beschäftigt sich mit Rastersondenmikroskopie. Er erklärt die physikalischen Grundprinzipien, den Aufbau der Geräte und zeigt einige Anwendungen dieser Mikroskopietechnik.

Frau Berke: BMW, Coca-Cola und co. - Wenn Marken uns Geschichte erzählen

Wie werben Marken heutzutage? Und welche Veränderungen stehen uns noch bevor? Ein Einblick in die aktuellen Entwicklungen im Marketing und die wachsende Bedeutung von Storytelling in der Markenkommunikation.

Herr Dr. Scholz: Coole Nachbarsterne

Auf der Suche nach noch unbekannten Nachbarn der Sonne, kühlen roten Zwergsternen und braunen Zwergen, nutzen
die Astronomen ihre scheinbare Bewegung am Himmel (Eigenbewegung).
Überraschenderweise durchflog ein von uns erst kürzlich entdeckter Nachbarstern vor nur 70000 Jahren die Außenbereiche des Sonnensystems.

Herr Rüdiger: Cyberkriminologie-Verbrechen im Netz auf der Spur

Was macht den Unterschied zwischen einem Kriminalisten und einem Kriminologe aus? Was ist eigentlich Kriminalität und gibt es diese auch im Internet? Gibt es auch Polizisten im Internet - Cybercops? Kann überhaupt im Netz etwas gestohlen werden und gilt das Strafrecht in Sozialen Medien? Braucht es eventuell sogar Kriminalität?
Im Rahmen des Vortrages soll auf diese und andere Fragen rund um Kriminalität und dem Beruf des Kriminologen eingangen werden. Hierzu wird der Referent, der sich als studierter Kriminologe an der Fachhochschule der Polizei des Landes Brandenburg mit Cybercrime und insbesondere den Risiken Sozialer Medien auseinandersetzt, von seinem Forschungsfeld berichten.

Herr Weidenhammer: Das Internet im Wandel der Zeit

Das Internet wird mehr und mehr zum weltweit bestimmenden Kommunikationsmedium und hat in den letzten Jahren zu vielfältigen Umwälzungen bei Unternehmen aber auch Privatpersonen geführt. Die Anfänge des Internets reichen bis in die 70-er Jahre des vorigen Jahrhunderts zurück, als das US-amerikanische Verteidigungsministerium Projekte zur Vernetzung von Universitäten und Forschungseinrichtungen unterstützte. Ziel war zunächst, die knappen Rechenkapazitäten von teuren Großrechnern sinnvoll zu nutzen und hierfür ausreichend schnelle und vor allem robuste Übermittlungswege bereit zu stellen. Lange Zeit wurde das Internet (damals noch unter anderen Namen) vorwiegend für E-Mail und Filetransfer im wissenschaftlichen Umfeld genutzt, bis Anfang der 90-er Jahre die Grundlagen des World-Wide-Webs entstanden und die massive kommerzielle Nutzung begann. Eine Vielzahl der Probleme, die das Internet heute mit sich bringt, liegt in diesen  Anfängen begründet, da niemand so eine weltweite Verbreitung vorhersah. Besonders die mit der Nutzung verbunden Sicherheitsprobleme hemmen die weitere Entwicklung und sind ohne massive Änderungen der Grundstruktur kaum in den Griff zu bekommen. Neben einem Überblick zu Entwicklung und Aufbau des Internets und den damit einher gehenden Sicherheitsproblemen wird auch ein Einblick gegeben in die Tätigkeiten eines IT-Unternehmens, das sich mit genau diesen Themen in Projektform beschäftigt. Die Aufgaben umfassen dabei Hackertests, Prüfungen der Sicherheitsorganisation, Erstellung von Sicherheitskonzepten und Realisierung von konkreten Sicherheitslösungen. Wenn es die Zeit erlaubt, werden auch Live-Demos gezeigt und einige konkrete Sicherheitstipps für den „normalen“ Endnutzer gegeben.

Frau Schreyer-Bestmann: Der Anwaltsberuf in einer Großkanzlei

CMS Hasche Sigle ist eine im Verbund weltweit agierende Wirtschaftskanzlei. Den Anwälten bietet sich ein spannendes Arbeitsumfeld mit weitreichenden Möglichkeiten zur Spezialisierung auf einzelne Rechtsgebiete. Der Vortrag vermittelt einen ersten Einblick in den Arbeitsalltag einer langjährig erfahrenen Juristin.

Frau Dr. Gräf: Der gelebte Islam im Vergleich zu anderen Religionen

Anhand von verschiedenen Begriffen werden wir gemeinsam herausfinden, welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten es zwischen verschiedenen Religionen gibt. Besonders wird es um Tätigkeiten gehen, aber auch um Architektur, Sprache und Geschichte. Wir werden mit Karteikarten, Anschauungsmaterial und einer Tafel arbeiten.

Herr Balint: Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit Brandenburgs mit seinem polnischen Nachbarn. Wie kann die EU unterstutzen? Lohnt sich ein persönlicher Einsatz?

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Herr Borries: Digitaler Darwinismus – vom Umbau der Gesellschaft im Internetzeitalter

Einige Firmen wie z.B. Google (gegründet 1996 bzw. 1998), die es vor zwei Jahrzehnten noch nicht gab machen Milliardenumsätze und -gewinne, andere Firmen wie z.B. Kodak (gegründet 1890, Insolvenz und Verkauf von Sparten 2012/13), früher absolute Marktführer, sind inzwischen vom Markt fast gänzlich verschwunden. Analog zu Darwins Evolutionstheorie prägten Karl-Heinz Land und Ralf T. Kreutzer den Begriff des „Digitalen Darwinismus“.
Aufgezeigt werden soll die derzeit zu beobachtende Umstrukturierung der Wirtschaft und ein – möglicher – Ausblick in die Zukunft. Als Schlagworte sind dafür „Internet der Dinge“, „Industrie 4.0“, „autonomes Fahren“, „Car2Car Communication“ und „Smart Home“ zu nennen. Bedenkt man die Entwicklungen wie z.B. 3D-Drucker, die inzwischen (funktionierende) Motoren, Autos und Häuser ausgedruckt haben, so werden die zukünftigen technischen Entwicklungen immens und deren Auswirkung auf den Arbeitsmarkt erheblich sein.

Herr Dr. Hahne / Frau Schmidt: Ein Partner fürs Leben - oder manchmal auch Feind

Wie schützt uns das Immunsystem vor Erkältungen und warum wird es manchmal zum Feind? Wir erklären euch am Beispiel eines medizinischen Biotechnologen, wie man nach dem Abitur plötzlich Immunologe wird und was so einen Berufsalltag ausmacht. Außerdem zeigen wir, wie ein Immunologe aus Blut die einzelnen Zellen des Immunsystems mit Hilfe eines Magneten isoliert sowie durch biologische Methoden und Laserstrahlen Krankheiten auf die Schliche kommt.

Frau Ulbrich: Einblicke in Sprache und Leben gehörloser Menschen

Wir leben in unserer Gesellschaft mit Menschen unterschiedlichster Art zusammen, unter Anderem mit den Gehörlosen, die eine Minderheit mit eigener Sprache und Kultur darstellen.
Der Workshop soll zum Einen eine Einführung in die deutsche Gebärdensprache geben. Anhand eines gebärdensprachlichen Videos werden einzelne Gebärden erarbeitet und näher erläutert. Zudem wird das deutsche Fingeralphabet vorgestellt und das „Fingern“ verschiedener Begriffe eingeübt.
Ein weiterer wesentlicher Aspekt liegt auf Informationen zum Leben der gehörlosen Menschen. Dabei geht es z.B. um solche Fragen: „ Was macht Gehörlosenkultur aus?“; „Wo gehen Gehörlose zur Schule?“; „Woher wissen Gehörlose, dass es an der Türe klingelt?“

Herr Gluesenkamp: Elementarteilchenphysik, Neutrinos und der Südpol

Die moderne Physik steht in einer langen Tradition von theoretischer Beschreibung und experimenteller Überprüfung der Naturgesetze. In diesem Vortrag wird ein Überblick gegeben, welches Bild der Elementarteilchenphysik sich über das letzte Jahrhundert ergeben hat, und warum dieses Bild von zentraler Bedeutung für unsere moderne Gesellschaft ist. Es wird weiterhin gezeigt, wie diese Elementarteilchen, die kleinsten Bausteine unseres Universums, als Boten für Erkenntnisse über die größten und energiereichsten bekannten Objekte unseres Universums genutzt werden - z.B. über Sternenexplosionen und schwarze Löcher. Die Besonderheiten des sogenannten Neutrinos, eines dieser Elementarteilchen, wird hervorgehoben. Das IceCube Observatorium, ein Teleskop errichtet am südlichsten Punkt der Erde in der Antarktis, ist das einzige Teleskop was bisher sehr hochenergetische kosmische Neutrinos aus dem Weltall messen konnte. Der Talk endet mit einer Beschreibung der neuesten Forschungserkenntnisse hinsichtlich dieser Neutrinos und gibt einen Einblick in das Leben am Südpol auf der amerikanischen "Amundsen-Scott"-Forschungsstation, welches sich direkt neben dem IceCube Experiment befindet.

Frau Obermeier: Erbrecht reloaded – FSK ab 16 - Die 7 Todsünden im Erbrecht - Nach diesem Workshop können Sie Ihr Testament machen.

Das Erbrecht ist ein in sich geschlossener Teil des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) und deshalb gut geeignet, in den Umgang mit zivilrechtlichen Vorschriften einzusteigen.
Erbrecht ist trocken und theoretisch? Von wegen! Es gibt sicherlich mehr Tote als im Tatort und die spannende Suche nach den Erben beginnt. Sollte der Erbe gar der M rder sein und wenn ja, darf er dann noch erben?
Und noch etwas: Beim Erben und Vererben kann man fast alles falsch machen, muss man aber nicht, wenn man Bescheid weiß.
Erbrecht hat nichts mit Mathe zu tun? Auch falsch. Wer die einfachsten Grundzüge der Bruchrechnung nicht beherrscht, ist aufgeschmissen.

Frau Dr. Münch: Erde, Natur, Mensch - geologische Naturgefahren

Was sind geologische Naturgefahren, wo treten sie auf und warum? Außerdem wird erklärt, wie sich das Risiko minimieren lässt.

Herr Dr. Ruprecht: Erneuerbare Energien aus Pflanzenzellwänden

Die effektive Ausnutzung von erneuerbaren Energien ist essentiell für die zukünftige Versorgung der Menschheit. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei Energiegewinnung aus pflanzlichen Rohstoffen. Derzeit werden Biokraftstoffe aus essbaren Bestandteilen der Pflanzen hergestellt, so dass eine Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion besteht. Allerdings können auch nicht-essbare Zellwandbestandteile von Pflanzen als Energierohstoff genutzt werden, was aber aufgrund der Widerstandfähigkeit der Zellwand noch sehr aufwändig ist. In meiner Forschung am Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie in Golm untersuche ich Gene die an der Zellwandsynthese beteiligt sind. Die durch die Grundlagenforschung gewonnenen Erkenntnisse könnten später industriell für den Zellwandabbau umgesetzt werden. Da dafür ggf. die Benutzung von genetisch veränderten Pflanzen nötig ist, werde ich am Ende meines Vortrags auf die Chancen und Risiken von „grüner Gentechnik“ eingehen.

Frau Dr. Gräf: Frauen, Islam und Internet

Ein Vortrag von 30 Minuten mit Bild – und Filmbeispielen führt in die Thematik ein. Danach finden wir im Gespräch heraus, welche Fragen an dieses Thema gestellt werden können, wie wir sie beantworten können und schließlich, was das Thema mit uns selbst zu tun hat.

Herr Prof. Oellrich: Geht nicht gibt's nicht? Warum manche Ziele mathematisch unerreichbar sind

Geht nicht gibt’s nicht! Dieser Spruch soll vor allem eins ausdrücken: eine hohe Motivation zur Lösung einer Aufgabe, deren prinzipielle Lösbarkeit unklar ist. Im Laufe der Menschheitsgeschichte hat es viele schwierige Aufgaben gegeben, die irgendwann jemand mit genau dieser Motivation gelöst hat. Es gab aber auch endgültige Beweise, dass eine Aufgabenstellung prinzipiell nicht lösbar ist. So kann mit Zirkel und Lineal ein Winkel nicht in drei gleiche Teile geteilt und ein Würfel nicht im Volumen verdoppelt werden. Das große Problem mit solchen Beweisen: wenn etwas möglich ist, so braucht man "nur“ einen Weg zu finden und ihn nachvollziehbar zu machen. Wenn aber niemand einen Weg findet, kann es am menschlichen Unvermögen dazu liegen — oder eben doch an der prinzipiellen Unlösbarkeit der Aufgabe. Wir erkunden an einigen einfachen und schwierigeren Beispielen den Unterschied. Woran können wir mit cleverer Mathematik entscheiden, ob sie lösbar sind oder nicht?

Herr Schubert: Geld, Kredit, Schulden und all das, was und wem nützt es?

Wie nützlich oder schädlich sind Investoren und Finanzbranche? Geld ist ein Mittel zur Gestaltung unserer Gegenwart. Sind Schulden schädlich, oder „machen sie den Weg frei“, wie die Volksbanken sagen? Warum hat der Staat Schulden und was ist das Besondere an Staatsschulden? Sind die Staatsschulden Deutschlands tragbar, oder fressen sie uns auf? Was sind „solide“ Staatsfinanzen, und was ist überhaupt die „Bonität“ eines Staates? Diesen und ähnlichen Fragen wollen wir mit Bezug zur aktuellen Situation nachgehen.

Herr Meltzer: Gewalt - psychische Gewalt (Mobbing, Cybermobbing)

Ursachen von Gewalt, Gewalt im Alltag, Gewaltformen, wie man sich verbal und nonverbal davor schützen kann, u.v.m., siehe auch mein Liveinterview bei zibb vom 07.10.2015 - Mobbing: Ursachen von Mobbing, Rolle Täter, Mitläufer, Opfer, Maßnahmen gegen Mobbing u.v.m. - Cybermobbing: Besonderheiten gegenüber Mobbing

Herr Dr. Herenz: Gibt es Leben auf anderen Planeten?

Die Frage, ob es Leben auf anderen Planeten gibt, beschäftigt die Menschen schon seit mehreren Jahrhunderten. Durch die Entwicklung immer leistungsfähigerer Teleskope und moderner wissenschaftlicher Methoden, ist es heute möglich, diese Frage aus dem Bereich der Science-Fiction in die konkrete Wissenschaft zu übertragen und dort auch zu beantworten. Dabei sind wir mittlerweile sogar in der Lage, nich nur die Planeten unseres Sonnensystems auf Leben zu untersuchen, sondern sogar weit entfernte Sternensysteme dahingehend zu analysieren. In diesem Vortrag werden wir grundsätzlich die Frage klären, welche Bedingungen für Leben prinzipiell notwendig sind und wie hoch die Wahrscheinlichkeit dafür ist, dass sich in unserer Milchstraße andere intelligente Zivilisationen entwickelt haben.

Herr Prof. Stempfhuber: Gletscherforschung am Juneau Icefield - Wird unser Planet immer wärmer?

Täglich werden wir in den Medien mit neuen Berichten zu den Themen Klimaveränderung, Klimaerwärmung oder Treibhauseffekt und deren Auswirkung konfrontiert. Es zweifelt heute kaum noch jemand daran, dass sich die Polkappen, die Gletschergebiete und die Schneefallgrenzen verändern. Vor einem Anstieg des Meeresspiegels und den negativen Folgen der Erderwärmung warnen sehr viele Umweltorganisationen und -experten. Weltweit versuchen Forschungsanstalten diese Prozesse zu erfassen bzw. zu analysieren und die erhobenen Messdaten auszuwerten. Das Juneau Icefield Research Program (JIRP) ist eines der ältesten Gletscherforschungsprogramme weltweit. Es wurde nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet. Seit 1946 finden jährliche Feldmessungen zu verschiedenen Forschungsprojekten statt. Diese Präsentation stellt das Juneau Icefield Research Project (http://www.juneauicefield.com) vor.

Herr Holderberg: Handeln im großen Stil - große Transaktionen der Geschäftswelt

Handeln im großen Stil – große Transaktionen der Geschäftswelt: Trendforschung, Analyse und Research im Transaktionswesen

Frau Prof. Ripke: Ich sehe was, was Du nicht siehst... (Geo Quiz mit Satelittenbildern)

Satelliten beobachten unseren Planeten und offenbaren uns die wunderschönen geheimnisvollen Bilder, die nur die Natur erschaffen kann. Wie entstehen diese Bilder und was kann man darauf erkennen? Diese Fragen werden beantwortet. In einem GeoQuiz kann jeder sein eigenes Wissen überprüfen, es winken schöne Preise!

Herr Prof. Holze: In Zukunft wohnen - Architektur für neue Wohnformen

Wie wollen wir morgen leben ? Wie entwickeln sich unsere Städte als Lebensräume ? Warum bekommen Gebäude keine Bewertungen wie z.B. Filme, Autos, Design ?

Herr Borries: Internetgiganten - ein Beispiel: womit Google Geld verdient

Im Internet ist doch vieles kostenlos – könnte man meinen. Im Vortrag soll gezeigt werden, womit Google und vergleichbare Firmen Geld, sehr viel Geld verdienen. Vieles ist tatsächlich nicht kostenlos, sondern wird mit anderer Währung bezahlt – unseren persönlichen Daten. Ein Beispiel: Ein Android-Handy – mit Betriebssystem von Google – eine verpflichtende E-Mail-Adresse – natürlich bei gmail.com, da man sonst etliche Funktionen des neuen Handys nicht nutzen kann - Standortdienste freigegeben – wieso jetzt ein Hinweis, dass mein Bus nicht fährt, die S-Bahn im Stau steht oder die Straße gesperrt ist??? Woher weiß eigentlich Google, dass ich jeden Morgen diesen Weg zur Schule/Arbeit fahre und dieses Verkehrsmittel nutze??? Achja, den Wetterbericht gleich mit genauer Windprognose, da ich mehrmals nach Segelzubehör im Internet gesucht habe …. und noch der Hinweis auf die Veröffentlichung der neuen Staffel meiner sonst bei YouTube gesehenen Lieblingsserie – wie geht das? Die vermeintlichen Vorteile erkaufen wir uns mit der Preisgabe von persönlichen Daten. Häufig wissen die Firmen wie Google und Facebook dann mehr über uns als unsere Eltern oder die beste Freundin / der beste Freund. Und die Aussage, „ich habe doch nichts zu verbergen“, kann man gerade vor dem Hintergrund der Deutschen Geschichte nicht so unkommentiert stehen lassen.

Herr Dr. Schilling: Interventionelle Neuroradiologie

Die Radiologie und speziell die Neuroradiologie haben in den letzten zwei Jahrzehnten zum rein diagnostischen Teil einen zunehmenden therapeutischen Anteil dazu gewonnen. Insbesondere spielen in der Behandlung von Gefäßveränderungen im Gehirn minimalinvasive neuroradiologische Verfahren eine zunehmende Rolle und ersetzten operative Verfahren, bei denen der Schädel eröffnet werden muss. Behandelt werden unter anderem Hirnaneurysmen, arteriovenöse Malformationen oder Arterienverschlüsse oder -verengungen beim Schlaganfall. Alle diese Behandlungen werden auf dem Gefäßweg mittels Katheter und Mikrokatheter unter Röntgenkontrolle durchgeführt. Über den Mikrokatheter werden dann z.B. Platinspiralen zum Verschluss einer Gefäßwandaussackung (eines Aneurysmas) oder Flüssigkleber zum Verschluss einer Malformation eingebracht. Entweder finden diese Eingriffe geplant bei bekannten Hirngefäßerkrankungen statt oder aber auch als Notfalleingriff bei Hirnblutungen oder Hirndurchblutungsstörungen. Die Ergebnisse dieser minimalinvasiven Verfahren in der interventionellen Neuroradiologie sind im Vergleich zu den älteren operativen Verfahren meist besser oder bei geringerer Belastung des Patienten zumindest gleichwertig und gewinnen eine zunehmende Bedeutung bei der Behandlung von Hirngefäßerkrankungen.

Frau Kollersberger: Ist die geologische Speicherung von Kohlenstoffdioxid (CO2) eine Möglichkeit zum Klimaschutz?

Für den Klimawandel wird die Nutzung fossiler Rohstoffe wie Erdgas/-öl und Kohle für die Energiegewinnung sowie Industrieprozesse verantwortlich gemacht. Neben der Energieeinsparung, Steigerung der Energieeffizienz und dem weiteren Ausbau von regenerativen Energien, wird die geologische Speicherung von CO2 in tiefe Gesteinsschichten als zusätzliche Möglichkeit zur Verminderung der CO2 Emissionen in klimarelevanten Mengen angesehen. Mit dieser Technologie sind aber auch Risiken und Ängste verbunden: Ist eine geologische Speicherung von CO2 in tiefe Gesteinsschichten sicher und kontrollierbar möglich? Kann das Verhalten des CO2 im Untergrund überwacht werden? Und wenn ja, wie? Forschungsprojekte zur geologischen CO2-Speicherung wie das am Pilotstandort Ketzin in Brandenburg liefern Antworten zu diesen Fragen. Im Anschluss eines Übersichtsvortrages mit Kurzfilm zu den Forschungsarbeiten in Ketzin wollen wir anhand einfacher Experimente zeigen, welche Mechanismen das CO2 im Untergrund zurückhalten.

Herr Prof. Ziener: Journalismus im digitalen Zeitalter

Durch die Digitalisierung erleben derzeit viele Branchen eine massive Veränderung. Doch kaum ein anderes Feld ist so intensiv wie der Journalismus und die Publizistik von den digitalen Techniken erfasst worden. Die Auflagen der Zeitungen gehen zurück, das stationäre Fernsehen verliert an Bedeutung, es wird gebloggt und auf Social Media gepostet und gleichzeitig entstehen neue Formen des Journalismus. Oft entscheidet nicht mehr der Inhalt eines Artikel darüber, ob er gelesen wird, sonder der Suchalgorithmus der Firma Google. Was bedeuten diese Veränderungen für den Journalismus? Werden Journalisten überflüssig? Wie kann sich der Journalismus in Zeiten der Digitalisierung noch finanzieren?

Frau Reger: Kein Ort. Nirgens - Christa Wolf

In meinem Vortrag geht es um Christa Wolf und ihr Werk „Kein Ort.Nirgends“. In dem Roman geht es um ein fiktives Zusammentreffen von Heinrich von Kleist und Caroline von Günderrode. Ich werde vor allem darauf eingehen, warum Christa Wolf diese bekannten Schriftsteller aus der Zeit der Romantik gewählt hat und inwiefern sie sich selbst mit diesen Figuren identifiziert. Dabei werde ich zusätzlich auf das Leben der Autorin und der beiden Hauptfiguren, sowohl als auch auf den Inhalt des Werkes eingehen.

Herr Prof. Korth: Klimaforschungsexpedition nach Grönland 2002 - 2015

Seit 2002 wird von einer kleinen Gruppe von Geodäten eine 700 km lange Traverse über das Inlandeis Grönlands satellitengeodätisch vermessen. Bisher ist das fünfmal gelungen Aus den Höhenänderungen kann der Massenverlust des Gletschers bestimmt werden. Die Daten sind als Bodenkontrolle für Fernerkundungsverfahren aus dem Weltall, aber auch eigenständig nutzbar. Ziel ist die Bestimmung von Höhen und Höhenänderungen entlang der Traverse mit einer Genauigkeit von wenigen Zentimetern. Die erwarteten jährlichen Höhenänderungen liegen zwischen wenigen Dezimetern im Zentralbereich des Eises (über 2000 m hoch) und mehreren Metern im Randbereich. Die Besonderheit ist, dass eine ausgesprochen spartanische Logistik zum Einsatz kommt. Die Gruppe bewegte sich auf dem Eis mit Skiern und manchmal Segeln.

Herr Wagner: Komplexe Antworten auf einfache Fragen - wie erkläre ich einem Computer die Realität?

Reale Vorgänge im Computer simulieren – in sehr vielen naturwissenschaftlichen, technischen und auch gesellschaftwissenschaftlichen Disziplinen ist das ein nicht mehr wegzudenkendes Mittel. Ein Mittel für was eigentlich? Und mit welcher „Realität“ können wir innerhalb einer Simulation überhaupt arbeiten? In diesem Workshop werden wir dazu ein vermeintlich übersichtliches Problem in immer detailliertere Teilschritte zerlegen. Ausgehend von der Frage, wie schnell sich ein Salzkristall auflösen kann, beleuchten wir zunächst die Motivation hinter dieser Fragestellung und zerlegen den Prozess in immer kleinere Teilschritte, welche unsere Simulation berücksichtigen soll. Was ist zu tun, wenn die relevanten Vorgänge und Einflüsse auf ganz verschiedenen Längen- und Zeitskalen stattfinden? Wir werden sehen, dass es nicht „die“ Simulation für unser Problem geben kann, sondern verschiedene Beschreibungen hier ineinander greifen müssen. Und letztendlich stellt auch diese Interaktion verschiedener Beschreibungen eine ganz fundamentale Herausforderung da.

Herr Dr. Götschel: Kompression: Die Mathematik hinter JPG und MP3

Moderne Medien überschütten uns mit einer Unmenge an Daten, die übertragen und gespeichert werden müssen. Weil die Datenmenge fast noch schneller wächst als Speicherkapazität und Übertragungsbandbreite, werden die Daten komprimiert. Aber wie funktioniert das eigentlich? Wie misst man die Informationsmenge in einem Musikstück? Und wieviel Information steckt in einem Bild? Diesen Fragen gehen wir in dem Vortrag nach.

Frau Prof. Alban: Kreatives Schreiben von der ABS-Liste über das Haiku zur Short Story

Vom weißen Blatt zum großen Roman: Kreativitätstechniken zum Schreiben von fiktionalen Texten werden vermittelt, kreatives Schreiben anhand von Übungen ausprobiert und Ergebnisse reflektiert.

Herr Prof. Ressler: Künstliche Photosynthese - Energie und Rohstoffe aus Sonnenlicht nach dem Vorbild der Natur

Die Sonne ist eine der nahezu unerschöpflichen Energiequellen auf der Erde. Mittels Photosynthese wandeln grüne Pflanzen das Sonnenlicht in organische Rohstoffe um, die die Grundlage sowohl unserer Nahrung als auch in Form fossiler Brennstoffe unserer Energieversorgung darstellen. Mit zunehmender Industrialisierung und stetig steigender Weltbevölkerung, wird die Verfügbarkeit von ausreichend Nahrung und Energie in der Zukunft immer wichtiger. Die „künstliche Photosynthese“ bezeichnet ein aktuelles Forschungsgebiet, bei dem Wege gesucht werden, nach dem Vorbild der Natur, Sonnenenergie zu speichern und in chemische Rohstoffe umzuwandeln. Über den Stand und die Aussichten dieser Bestrebungen wollen wir uns in diesem Vortrag unterhalten.

Herr Dr. Walz: Macht Cannabis verrückt und macht Alkohol dumm?

„Youth is wasted on the young“ - Der Satz von George B. Shaw ist sicherlich schon öfters erwachsenen Menschen durch den Kopf gegangen, angesichts bestimmter Denk- und Verhaltensweisen Jugendlicher in ihrer Umgebung. Konflikte sind dann schnell da und ein „vernünftiger“ Dialog liegt in unendlicher Ferne. Besonders der sehnsüchtige Wunsch mit dem Bewusstsein eines 50-Jährigen wieder 18 Jahre alt zu sein ist ein oft geträumter Wunschtraum („.....was könnte ich da alles erreichen!“). Auf der anderen Seite ist Sucht ein alltägliches Prinzip unseres mesolimbischen Belohnungssystems, ohne das gesellschaftliche Entwicklung kaum denkbar wäre. Besonders anfällig für die Ausbildung einer Suchtmittelabhängigkeit ist auch hier wieder das jugendliche Gehirn. Grundlagen der Sucht werden in den meisten Fällen schon früh gelegt. Die Vorlesung soll die Gehirnentwicklung bei jungen Menschen und die Manifestation von Abhängigkeit darstellen. Besonders die neurobiologischen Grundlagen von Sucht, der instrumentellen Konditionierung und der Entwicklung eines „Suchtgedächtnisses“ werden erarbeitet. Zusätzlich werden verschiedene Hilfesysteme dargestellt, an die sich jeder wenden kann – ohne gleich in Schwierigkeiten zu kommen!!

Herr Dr. Kudlek: Mission MARS - Besiedlung des roten Planeten

Geschichte und Konzepte zu Besiedlung des Mars -Voraussetzung zur Reise und Mars Habitate -Neuste Erkenntnisse und Zeitpläne für die Marsmission

Herr Prof. Moeller: Mit starken Magnetfeldern zu neuen Wirkstoffen

In meinem Vortrag werde ich eine allgemeinverständliche Einführung zur Cholera- Infektion und zur analytischen Technik der Kernresonanz-(NMR)-Spektroskopie geben. Wie die NMR-Spektroskopie in der Erforschung molekularer Wechselwirkungen und damit in der Entwicklung pharmazeutischer Wirkstoffe eingesetzt wird, werde ich an einem konkreten Beispiel aus unserer Forschung am Cholera-Erreger darstellen. Auf eine Diskussion genereller Aspekte der Medikamentenentwicklung und über die Bedeutung der Analytischen Chemie und Strukturanalytik freue ich mich.

Herr Dr. Lauterjung: Naturgefahren: Erdbeben, Vulkane, Tsunami

Im Vortrag wird die Entstehung von Naturgefahren erklärt und auf die verschiedenen Typen von Naturgefahren eingegangen. Anhand von Beispielen werden die möglichen Auswirkungen auf unseren Lebensraum gezeigt. Schließlich werden Möglichkeiten aufgezeigt, was man gegen Naturgefahren tun kann durch Frühwarnsysteme, bauliche Maßnahmen und Verhaltensmaßregeln.

Herr Prof. Fabig: Navigation heute und vor 500 Jahren - was wir von den alten Seefahrern lernen können

Beschreibung nicht vorhanden

Herr Prof. Schmidt-Kretschmer: Probleme lösen: Quick ' n ' dirty oder mit Methode

Konstruieren ist eine disziplinübergreifende, ganzheitliche kreative Tätigkeit, die mit universell einsetzbaren Methoden komplexe und oft unscharfe Probleme löst. Konstrukteure haben fast alle Produkte, die wir im täglichen Alltag verwenden, erdacht bzw. konstruiert. Ohne Konstrukteure ist technischer Fortschritt fast undenkbar. In den allgemeinbildenden Schulen ist das Konstruieren als Kernkompetenz des technischen Fortschritts aber fast nicht existent. Durch Vortrag und Diskussion soll diese Lücke etwas verringert werden. Es werden dazu die Besonderheiten des Konstruktionsprozesses erläutert und (u.a.) allgemein anwendbare Methoden der Konstruktionstechnik erläutert und an kleinen Beispielen interaktiv erprobt.

Frau Kuhnt: Protect yourself - Vortrag in Englisch über Impfungen

Schlagt zwei Fliegen mit einer Klappe: frischt Euer Englisch auf und lernt etwas über Seuchen, und wie Ihr Euch dagegen schützt. Vortrag in Englisch über Impfungen: wie sie wirken, welche Schüler haben sollten, was es zu beachten gibt, wo man sich impfen lassen kann Hinweis auf J1 (Vorsorgeuntersuchung für Jungendliche) Wer möchte, kann Impfpass kontrollieren lassen/selbst kontrollieren anhand der Übersicht des Vortrags.

Herr Prof. Freytag: Psychologie des Geldes

Wir glauben:? Unsere finanziellen Entscheidungen sind wohlüberlegt.? Wir können die Folgen unserer finanziellen (u.a.) Entscheidungenprima abschätzen.? Wir entscheiden so, dass die finanziellen Investments unseren Nutzen maximieren. Wirklich?

Herr Prof. Stempfhuber: Roboter selbst gemacht - 3D Echtzeitsteuerung kleiner Modelle

Immer mehr Aufgaben werden heute von Maschinen und Robotern übernommen. Diese Automatisierungsprozesse müssen zunächst analysiert, entwickelt und anschließend auch programmiert werden. Oftmals sind solche Maschinen in der Landwirtschaft oder im Bauwesen mehrere Tonnen schwer. Aus diesem Grund können zunächst kleine Modelle mit sehr einfachen Methoden gebaut und programmiert werden. Die Präsentation zeigt eine einfache Programmierung eines Lego-Mindstorms Fahrzeugs basierend auf verschiedenen Positions- und Zusatzsensoren. Dabei werden mathematische Grundkenntnisse mit einfachen Methoden einer Echtzeitsteuerung umgesetzt.

Herr Weiß: Samurai - Die Ritter des fernen Ostens

Habt ihr euch jemals gefragt, was ein Samurai in seiner Freizeit macht? Diese Frage und noch viele weiterer über das Leben und die Kultur der Samurai werden wir versuchen zu beantworten.

Frau Reich: Schmerz und Psyche

Auf die Frage: „Was ist Schmerz?“ hat wohl jeder eine Antwort, denn Schmerz ist eine vertraute und auch alltägliche Empfindung. Akute Schmerzen sind ein nützliches Warnsignal des Organismus und sichern das Überleben. Es gibt auch die Entwicklung chronischer Schmerzen, die keinen klaren Warncharakter mehr haben. Schmerzen können aber auch Ausdruck seelischen Leids sein, obgleich sie körperlich auftreten. Die komplexe Wahrnehmung Schmerz entsteht durch das Zusammenspiel und Lernprozesse unseres Nervensystems, in denen sensorische Informationen auch mit Emotionen, z.B. Angst sowie Gedächtnisinhalten verknüpft werden. Der Vortrag vermittelt einen Überblick über aktuelle Schmerzmodelle und den Einfluss psychologischer Faktoren wie Aufmerksamkeit, Denk- und Bewertungsprozesse sowie Persönlichkeits- und Lebensstile auf die Schmerzverarbeitung. Die Ausführungen werden an Beispielen mit praktischen Empfehlungen für den persönlichen Umgang erläutert.

Herr Bertsch: Sechstausend Jahre Baugeschichte in 60 Minuten

Baukunst wird häufig nur unter gestalterischen Gesichtspunkten betrachtet. Dabei besteht sie aus sehr vielen Komponenten mehr. Um die Entwicklung von Architektur durch die Jahrtausende zu verstehen, muss man sich neben Kunst auch mit Wirtschaft und Physik, mit Geschichte und Geologie, mit Psychologie, Recht und anderen wissenschaftlichen Disziplinen beschäftigen. Am Beispiel der Konstruktion von Häusern wird erklärt, in welchen Zeitaltern welche Faktoren zu welchen Ergebnissen geführt haben - von der Steinzeit bis heute.

Herr Hintze: Sehen und Hören - Sinnliches aus biologischer Sicht

Wir sehen, hören, riechen, fühlen, schmecken unsere Umwelt an jedem Tag und in jeder Sekunde. Unsere Körper besitzen faszinierende Sinnesorgane, mit denen wir nicht nur rot und gelb, laut und leise, oder süß und bitter unterscheiden können, sondern mit denen wir auch eine Sommerblumenwiese erfahren oder ein 4-Gänge-Menü genießen können. Voraussetzung für diese erstaunlichen Fähigkeiten sind der Aufbau und die Funktion unserer Sinnesorgane. Wir wollen anhand von Organmodellen und mikroskopischen Bildern und Präparaten den Bau der beiden komplexen Sinnesorgane Auge und Innenohr untersuchen und verstehen. Wir werden an ihnen versuchen nachzuvollziehen, wie diese Sinnesorgane einen physikalischen Reiz in Nervenimpulse umwandeln können, um sie dann in das Gehirn weiterzuleiten. Zur Vorbereitung des Vortrages bittet euch der Referent folgende Videos anzuschauen: Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=lwS3fcA3kfg

Herr Dr. Schwamborn: Sibirischer Kratersee beherbergt spektakuläres arktisches Klimaarchiv

Der Vortrag gibt einen Überblick über ein multidisziplinäres geowissenschaftliches Projekt, das zum Ziel hat, Klimaschwankungen in der Arktis über mehr als 3 Mio. Jahre zu rekonstruieren. Bohrkerne aus Seesedimenten und dem Permafrost des El’gygytgyn Kraters auf der Tschuktschen-Halbinsel in der nordostrussischen Arktis wurden in einem über 10 Jahre währenden Projekt untersucht. Die verschiedenen Materialeigenschaften in den Ablagerungen (biologische, chemische und physikalische Indikatoren) zeichnen nach, in welchen Zeiträumen und Rhythmen sich der sibirische Norden abgekühlt hat.

Herr Borries: Soziale Medien - Chancen und Risiken (IT-Sicherheit für Nutzer)

Soziale Medien wie WhatsApp, Facebook, Instagram, Google+ oder Twitter sind aus dem Alltag in unserer Gesellschaft gerade für jüngere Leute nicht mehr wegzudenken. Doch wie bei jedem neuen Medium gibt es neben zahlreichen Chancen auch Risiken, die gerade von den Anbietern begreiflicherweise gerne verschwiegen werden. Eine gesunde Skepsis ist also angezeigt. Wer soziale Netzwerke nutzt – und als junger Mensch kommt man eigentlich nicht daran vorbei - sollte sehr bewusst und geplant vorgehen. Dies gilt sowohl für die Wahl des sozialen Netzwerks als auch im besonderen Maße für die darüber veröffentlichten Inhalte. Neben generellen Hinweisen von der einfachen Gestaltung eines Passwortes über Hinweise zu einzelnen sozialen Medien bis hin zu sicherheitsrelevanten Einstellungen des Handys sollen zahlreiche Tipps und Empfehlungen aus polizeilicher Sicht gegeben und die Schüler für das Thema sensibilisiert werden.

Herr Prof. Klingler: Stärke-Lebensmittel und Chemierohstoff

Stärke ist nach Zellulose mengenmäßig der wichtigste organisch-chemische Naturstoff, der in den Speicherorganen von vielen Pflanzen vorkommt. Die Bedeutung der Stärke hängt in erster Linie damit zusammen, dass sie ein wichtiger Roh- und Hilfsstoff für die Herstellung von Lebensmittel sowie von Tiernahrung, außerdem auch für die Papier , Textil , Pharma und die chemische Industrie ist. Im Rahmen des Vortrags wird ein Überblick über das Vorkommen, die technische Gewinnung, die Struktur sowie Eigenschaftsmerkmale der wichtigsten Stärkearten gegeben, dann werden die Möglichkeiten für chemische und physikalische Maßnahmen zur Modifizierung der Eigenschaften aufgezeigt, außerdem eine Reihe von Beispielen für die Verwendung von Stärken zur Herstellung von ausgewählten Lebensmitteln und technischen Erzeugnissen besprochen.

Frau Hönicke: Stau im Ameisenverkehr

Wir wagen zusammen einen Blick hinter die Kulissen des Ameisenstaates und lernen die faszinierende Welt der Insektenkommunikation kennen. Können die Erkenntnisse aus der Natur auch auf den Menschen übertragen werden? Im Schnittpunkt zwischen Biologie, Psychologie und Verkehrsplanung diskutieren wir zusammen über eine Welt ohne Ampeln und Staus. An lebenden Insekten wie Gespenstschrecken erforschen wir des Weiteren eigenständig wie Fortbewegung auf sechs Beinen funktioniert und welche technischen Anwendungsmöglichkeiten es bereits heute dafür gibt.

Herr Prof. König: Unendlichkeit in der Wahrscheinlichkeitsrechnung

Ein bekannter Stoßseufzer wird Murphy's Law genannt und lautet: "Alles, was schiefgehen kann, geht auch mal schief." Steht dahinter eine mathematische Gesetzmäßigkeit? Kann man das mit Wahrscheinlichkeitsrechnung fassen? Wir werden mögliche Ansätze diskutieren und sogar ein Theorem formulieren und beweisen. Das hat eng zu tun mit der Frage: "Wenn ein Affe auf der Schreibmaschine unendlich lange herumtippt, mit welcher Wahrscheinlichkeit wird er dann den gesamten Bibeltext schreiben?", die wir zum Schluss diskutieren und beantworten.

Herr Prof. Schütte: Unsere digitale Welt

Unsere Welt wird immer digitaler: Vom Smartphone, sozialen Netzwerken und dem Internet über eBook und Netflix bis zu Big Data und der Cloud, überall geht es um unsere Beziehung zu digitalen Daten. Der Vortrag macht deutlich, wie das alles zusammenhängt und was mit den Daten alles so passiert.

Herr Dr. Schulz: Virtualisierung 2.0 - Der große Trend in der IT

Die Welt der Informationstechnologie ist schon seit langem virtuell. Virtualisierung ist der große Trend in der IT-Welt und geht jetzt sogar schon in die zweite Stufe. Aber was heißt Virtualisierung? Ist alles nur noch Schein und leben wir nicht mehr in der realen Welt? Ich kann doch Computer anfassen. Was ist daran „virtuell“? Wer auch immer sich für Computer und die IT interessiert, wird hier erfahren, was Virtualisierung ist und wie die Zukunft der IT-Branche aussieht.

Frau Kahnt: vismath - Mathe-Stationen

An den Mathe-Stationen könnt ihr spielen euer mathematischen Fähigkeiten testen. Ob Geometrie, Wahrscheinlichkeit, Logik und Strategie oder dreidimensionales Vorstellungsvermögen: An sechs verschiedenen Stationen gibt es mathematische Spiele zum Ausprobieren und Entdecken. Wer wird Würfelchampion? Habt ihr schon mal ein 3D-Sudoku geschafft? Wer findet die gesuchten Muster am schnellsten? Probiert es aus!

Herr Helfmann: Vom Laserschwert zur Laserchirurgie

Es wird die Möglichkeit eines Laserschwertes, wie es bei der „Star Wars“ Verfilmung rege genutzt wird, physikalisch betrachtet. Die Realisierung eines Lasers ist heute Stand der Technik und wird vorgestellt. Ein Laserschwert (im Englischen "Lichtschwert") mit den in den Filmen zu beobachtenden spezifischen Eigenschaften gibt es hingegen nicht. Kann nach heutigem Verständnis von Physik und Technik ein Schwert mit diesen Merkmalen hergestellt werden? Eine Antwort auf diese Frage wird gesucht. Die Funktionsweise eines Lasers wird vorgestellt. Das Schwert dient dem Durchtrennen von Materialien - auch von menschlichem Gewebe. Was macht das Laserschneiden so anders als das Schneiden mit einem Messer oder einem herkömmlichen Schwert? Wieso und wozu wird der Laser in der Medizin eingesetzt? Eine Betrachtung dieser Fragen soll den Laser von einer weniger martialischen Seite beleuchten. Eine Erläuterung der Gefahren durch Laserstrahlung und die Klassifizierung von Geräten mit Lasern runden das Thema ab.

Herr Marzik: Von Eisbären, schmelzenden Polkappen und internationalem Zertifikatehandel - Chancen und Restriktionen des internationalen Klimaschutzrechts

Ich möchte mit den Schülern auf eine kurze Reise durch gravierende Probleme in der globalen Umwelt im Bereich des Klimaschutzes gehen und einige Lösungsansätze im Recht vorstellen. Dabei soll es um Ansätze aus dem Völkerrecht, dem Europarecht und deren Einwirkung auf das geltende innerstaatliche Recht gehen. Es soll beispielhaft aufgezeigt werden, wie Recht auf verschiedenen Ebenen entsteht, wie es zur Geltung kommt und dann auch umgesetzt wird. Politische und gesellschaftliche Fragen werden nicht im Fokus stehen. Wir wollen z.B. auch nach sog. Regimen im Umweltvölkerrecht fragen und auch die Frage beantworten, was der Klimaschutz mit dem Artenschutz zu tun hat.

Frau Dr. Frahnert: Von wegen eingestaubt - Vielfalt der Forschung am Naturkundemuseum

Das Museum für Naturkunde Berlin mit seinen berühmten Dinosauriern kennt vermutlich jedes Kind in Berlin/Brandenburg. Aber wer weiß schon, dass die dazugehörigen wissenschaftlichen Sammlungen mehr als 30 Millionen Sammlungsobjekte beherbergen, auf denen aktuell nahezu 100 Wissenschaftler am Naturkundemuseum selbst sowie eine Vielzahl von Wissenschaftlern aus der ganzen Welt ihre Forschungen aufbauen? Und was kann man an Präparaten, die bis zu 200 Jahre alt sind, heute noch erforschen, wo man doch inzwischen schon so viel Wissen zusammengetragen hat und außerdem bis in die größten Meerestiefen und den entlegensten Winkel des Urwaldes reisen und viele spannende Studien mit modernster Technik direkt in der Natur durchführen kann? Der Vortrag gibt ausgehend von der Vogelsammlung des Museums für Naturkunde Berlin einen Einblick in die Vielfalt der aktuellen Forschung an einem Naturkundemuseum sowie deren Bedeutung für unser derzeitiges Wissen über die Erde und das Leben in ihrer Wechselwirkung mit dem Menschen. Schwerpunkt ist dabei die Verknüpfung moderner technischer und wissenschaftlicher Methoden mit historischem Sammlungsmaterial.

Herr Muschiol: Wahr oder falsch? Wie wir mit journalistischer Recherche den Dingen auf den Grund gehen

Wenn von Medien die Rede ist, denken die meisten vor allem an die sogenannten neuen Medien, Fernsehen und Internet. Aber auch Buch, Zeitung und Radio sind Medien. Wir vergleichen Inhalte, überprüfen, ob diese mit unseren Erfahrungen übereinstimmen und benutzen die Logik. Wir erfahren, wie mit einfachen Recherchetechniken plausibel klingende Weisheiten ad absurdum geführt werden können.

Frau Olonscheck: Was ist los mit unserem Klima?

Verheerende Buschbrände und Jahrtausenddürre in Kalifornien, Überschwemmungen durch Starkregen in Europa. Immer häufiger hören wir in den Nachrichten von Extremwetterereignissen. Was ist da los? Und haben die Flüchtlinge, die nach Europa kommen, etwas damit zu tun? Welche Möglichkeiten haben wir, den Klimawandel noch in Grenzen zu halten?

Herr Prof. Dr. Lendlein / Herr Dr. Schroeter: Wenn Kunststoffe auf ihre Umwelt reagieren - Chemische Stimuli und intelligente Kunststoffe

Kunststoffe oder auch Polymere, wie der Chemiker sie nennt, sind für jeden allgegenwärtig. Jeder kommt im alltäglichen Leben mit ihnen in Berührung. Sie erleichtern vieles und sind vielseitig verwendete Materialien, aber haben auch ein bekanntes Problem: Sie verschwinden nicht einfach in der Umwelt, weil sie sehr stabil sind. Um hier Abhilfe zu schaffen, wurde eine neue, interessante Gruppe von Kunststoffen entwickelt, die in der Umwelt abbaubar sind. Man bezeichnet eine solche Fähigkeit von Kunststoffen als Funktion. Zusätzlich können weitere Funktionen in Kunststoffe eingebaut werden und diese dann auf Anforderung, durch einen sog. Stimulus, bestimmte Eigenschaften ändern zu lassen. Wir zeigen wie die Chemie bestimmte Stimuli erzeugt, wie z.B. Wachstum aus Feuer entsteht, ein Vulkan durch Kontakt mit Flüssigkeiten oder ein Feuerwerk durch eine geringe Menge Eis gezündet werden. Ferner werden Kunststoffe und deren Anwendungen in Medizin oder Technik vorgestellt.

Herr Anger: Wie erreiche ich meine Zuhörer? Nutzung von Persönlichkeitsmodellen bei der Ausarbeiten von Vorträgen

"Was ist der Unterschied zwischen einem langweiligen Vortrag und einer mitreißenden Präsentation? Warum hingen bei den Auftritte von Steve Jobs Millionen an seinen Lippen? Warum schlafen meine Mitschüler bei mir ein? Erfahren Sie in diesem Vortrag, was den Unterschied ausmacht."

Herr Obermann: Wie funktioniert eine Großkanzlei?

In dem Vortrag wird anschaulich dargestellt, was eine Großkanzlei mit mehreren hundert Anwälten und Angestellten im Einzelnen ist, insbesondere wie Großkanzleien im inneren und nach außen gegenüber den Mandanten funktionieren. Aufgezeigt wird dabei die innere Or-ganisation und Struktur solcher Kanzleien, die Idee von der gemeinsamen Berufsausübung sowie die Motivation, bestmögliche Dienstleistungen gegenüber den Mandanten zu erbringen und dies in Verbindung mit der Absicht, Gewinne zu erwirtschaften. Im Vergleich zu Industrieunternehmen soll schließlich die Frage beantwortet werden, ob und bejahendenfalls auf welche Art und Weise solche "Firmen" geführt werden können. Der Vortrag beschäftigt sich mithin mit einem Thema an den Schnittstellen Kanzlei/Rechts-wissenschaft/Soziologie/Betriebswirtschaft.

Herr Prof. Schmidt-Kretschmer: Wie werde ich Erfinder?

Geht nicht – gibt´s nicht! Was ist ein Erfinder? Was mache ich als Erfinder, wenn mir nichts einfällt? Wie komme ich auf gute Ideen? Wie verhindere ich, dass ich meine neuen Ideen vergesse? Wie kann ich aus einer Idee viele Ideen machen? Wie kann ich meine Ideen ordnen? Wie finde ich zusammen mit Freunden Ideen? Wie kann ich meine Ideen bewerten? Wie mache ich aus einer Idee ein Produkt?Die Veranstaltung hat im ungünstigsten Fall Vortragscharakter und ist im günstigsten Fall ein interaktives Ausprobieren (learning by doing) von kurz erklärten Vorgehensweisen an kindgerechten Beispielen.

Herr Prof. Moeller: Wie wir uns gegen Krankheiten wehren

In meinem Vortrag werde ich sehr allgemein vorstellen, wie Krankheiten entstehen und welche natürlichen Abwehrmechanismen unser Körper gegen Krankheiten einsetzt. An wenigen konkreten Beispielen werde ich dann erklären, wie Medikamente bei der Bekämpfung von Krankheiten helfen können und wie solche Wirkstoffe entwickelt werden. Ich werde besonderen Wert darauf legen, zu zeigen, dass sowohl bei der Erforschung von Krankheiten als auch bei der Entwicklung von Medikamenten sehr viele wissenschaftliche Fachrichtungen zusammenarbeiten müssen, um zum Erfolg zu kommen.

Herr Hintze: Wohin mit unseren Gedanken? Unser Gehirn als Denk- und Steuerungszentrale für Körper und Geist

Tagtäglich führen wir ganz unbewusst und wie selbstverständlich hochkomplizierte Tätigkeiten aus: wir gehen aufrecht, greifen nach Dingen, erfahren unsere Umwelt und unsere Mitmenschen, wir kommunizieren, haben soziale Kontakte und Emotionen, wir lernen und machen Erinnerungen. Gleichzeitig schlagen unsere Herzen, arbeiten unsere Lungen und unsere Verdauungsorgane stets im richtigen Rhythmus, ohne dass wir darüber nachdenken müssten. Unser Gehirn steuert zusammen mit unserem Nervensystem all diese Funktionen und ermöglicht auf diese Weise unser komplexes menschliches Verhalten. Bau und Funktion des Gehirns sind eng verknüpft und wir wollen anhand makroskopischer Modelle und mikroskopischer Präparate den Aufbau des menschlichen Gehirns und einiger seiner Teile näher betrachten. Welche Funktion hat das Kleinhirn? Wo liegt das Kurzzeitgedächtnis? Können wir „das Gedächtnis lesen“, wenn wir eine Versuchsperson an eine Maschine anschließen? Nachdem wir den Bau des Gehirns angesehen haben, werden wir versuchen Antworten auf diese Fragen zu finden. Zur Vorbereitung des Vortrages bittet euch der Referent folgendes Video anzuschauen: Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=KU62jMxA5oc

Herr Dr. Ruprecht: Erneuerbare Energien aus Pflanzenzellwänden

Die effektive Ausnutzung von erneuerbaren Energien ist essentiell für die zukünftige Versorgung der Menschheit. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei Energiegewinnung aus pflanzlichen Rohstoffen. Derzeit werden Biokraftstoffe aus essbaren Bestandteilen der Pflanzen hergestellt, so dass eine Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion besteht. Allerdings können auch nicht-essbare Zellwandbestandteile von Pflanzen als Energierohstoff genutzt werden, was aber aufgrund der Widerstandfähigkeit der Zellwand noch sehr aufwändig ist. In meiner Forschung am Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie in Golm untersuche ich Gene die an der Zellwandsynthese beteiligt sind. Die durch die Grundlagenforschung gewonnenen Erkenntnisse könnten später industriell für den Zellwandabbau umgesetzt werden. Da dafür ggf. die Benutzung von genetisch veränderten Pflanzen nötig ist, werde ich am Ende meines Vortrags auf die Chancen und Risiken von „grüner Gentechnik“ eingehen.