Frauen in MINT-Berufen - Interviews zur Berufs- und Studienorientierung
Wir informieren über Lebensläufe und Karrierewege von Frauen, die in der MINT-Branche tätig sind.
Dazu haben wir Interviews mit Frauen aus MINT-Berufen durchgeführt.
Diese Interviews sollen zur Berufs- und Studienorientierung junger Frauen dienen.
Interviews
Nicole Rühmann
Projektingenieurin in einer internationalen, industriellen Produktionsstätte für Lebensmittelöle und Biodiesel
Chemie
Viola Bergmann
Mathematikerin und Teamleiterin bei einem Ingenieursdienstleister im Bereich Automotive
Mathematik
Prof. Dr. Hélène Seiler
Physikerin in einem Forschungsteam und Professorin an der FU Berlin
Physik
MINT-Facts
- Frauen in MINT-Berufen sind gefragter denn je – nicht nur aufgrund des schon heute vorherrschenden Fachkräftemangels in der Wirtschaft und in der Wissenschaft .
- Trotz der guten Aussichten auf dem Arbeitsmarkt entscheiden sich Frauen jedoch seltener für ein MINT-Studium als Männer und sind in MINT-Berufen unterrepräsentiert.
- Laut Statistischem Bundesamt ist der Frauenanteil bei Studienanfängern in den MINT-Fächern in den letzten 20 Jahren leicht gestiegen: von 31% (2002) auf 35% (2022), d.h. dass nun immerhin gut ein Drittel der Studienanfänger im MINT-Bereich Frauen sind.
- Ein Blick nach Österreich: Hier liegt der Frauenanteil im IT-Bereich im Jahr 2021 bei ca. 18%. Und je technischer es im IT-Bereich wird, desto niedriger ist auch der Frauenanteil. Dabei zeigt sich, dass Qualität und Benutzerfreundlichkeit von Produkten und Anwendungen deutlich steigt, wenn Frauen am Entwicklungsprozess beteiligt sind. Es ist daher wichtig, Mädchen und Frauen den Zugang zu Technologie zu erleichtern und sie einzuladen, an der Gestaltung einer gleichberechtigten Zukunft mitzuwirken. Dennoch setzt nur knapp ein Viertel der österreichischen Unternehmen laut einer Studie auf Maßnahmen, um mehr Frauen in IT-Jobs zu gewinnen.
- Damit Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben, müssen für die MINT-Berufe alle Talente gewonnen und langfristig gehalten werden, denn der Fachkräftemangel ist groß und er kann nur gedeckt werden, wenn die Unternehmen für alle Geschlechter und Herkünfte offen sind und sie entsprechend berücksichtigen.
- Um den Frauenanteil im MINT-Bereich zu erhöhen, braucht es ein Denken weg von Klischees und Stereotypen sowie mehr Männer, die auch an einer Gender-Balance interessiert sind und v.a. braucht es mehr weibliche Vorbilder.
- Auch Untersuchungen zeigen, dass die explizite Ansprache von jungen Frauen unter Einbezug von Identifikationsfiguren (sog. role models) eine erfolgversprechende Strategie ist, diese für MINT-Studienfächer und -Berufe zu gewinnen.
- Weibliche Vorbilder spielen besonders für Mädchen eine große Rolle. Sie inspirieren und wecken Ideen, geben Orientierung in Momenten innerer Unsicherheit und machen deutlich, dass man als Frau im MINT-Bereich kein isolierter Sonderfall ist.
- Auch im Strategiepaper des Nationalen MINT-Forums sind verschiedene Handlungsempfehlungen zu lesen, um mehr junge Frauen für diesen Bereich zu gewinnen. Wichtig sind auch hier die role models, die in allen Lebensphasen bei der Berufs- und Studienorientierung einbezogen werden sollten. Frauen sollen so mehr Sichtbarkeit erhalten.
- Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat 2021 die „Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Themenschwerpunkt Erhöhung des Frauenanteils im MINT-Forschungs- und Innovationsprozess: Selbstwirksamkeit, Eigeninitiative und Kreativität stärken“ (Mission MINT – Frauen gestalten Zukunft) herausgegeben. Es wird deutlich, dass das Thema „Frauen in MINT-Berufen“ auch auf politischer Ebene als sehr aktuell und dringlich angesehen wird.
Quellen:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_N003_213.html
https://www.bmbf.de/bmbf/shareddocs/bekanntmachungen/de/2021/08/2021-08-19-Bekanntmachung-Mint.html
https://sheconomy.media/it-branche-hat-stark-an-bedeutung-gewonnen.html/
https://confare.at/female-it-mentoring-zuerich/
https://confare.at/female-it-mentoring-zuerich/
https://www.bmbf.de/bmbf/shareddocs/bekanntmachungen/de/2021/08/2021-08-19-Bekanntmachung-Mint.html
Über uns
Wir sind zwei Schülerinnen des Weinberg Gymnasiums in Kleinmachnow und haben 2024 unser Abitur gemacht.
An unserer Schule ist es üblich, in der Oberstufe einen Seminarkurs zu belegen, was der Grund für das Entstehen dieser Website ist. Das Ziel war es, ein Projekt zu erstellen, um die Berufswelt besser kennenzulernen und das Endprodukt nachhaltig zu gestalten.
Wir haben uns für das Projekt „Frauen in MINT-Berufen“ entschieden, da wir eine sehr geringe Frauenquote im Bereich der MINT-Fächer an unserer Schule beobachtet haben. Diese Geschlechterdifferenz findet sich auch in vielen MINT-Studiengängen sowie im Berufsleben wieder.
Unser Wunsch war es deshalb, jungen Frauen die Vielfalt der MINT-Branche zu zeigen und sie zu animieren, in ihrer späteren Berufswahl den Weg in Richtung MINT einzuschlagen. Dazu haben wir recherchiert, welche Gründe es für diese Geschlechterdifferenz gibt und es stellte sich heraus, dass fehlende „role models“ stark dazu beitragen.
Um solche Vorbilder vorzustellen, haben wir sechs Frauen mit sehr unterschiedlichen Berufen im Bereich MINT interviewt, mit Fokus auf ihren Werdegang, ihren Beruf und ihre Erfahrungen. Weil wir diese Interviews für alle Schüler unserer Schule, aber auch externen Personen zugänglich machen wollten, sind wir auf die Idee einer eigenen Website gekommen, welche es uns erlaubt, unsere Ergebnisse kompakt und anschaulich darzustellen.
Seid Ihr bereit, in die Welt der vielfältigen MINT-Branche einzutauchen?
Viel Spaß beim Erkunden unserer Website wünschen Euch
Julia Hanisch und Eva Dragunsky