Das Wochenende des 25. und 26. April 2026 war für 4 technisch interessierte Schüler unserer Schule schon seit Langem rot markiert. Nach intensiven Vorbereitungen wollten die Schüler Florian Theile und Sebastian Fröhlich (beide 11. Klasse) und David Chobe und Julius Kaestner (beide 12. Klasse) endlich ihr Können unter Beweis stellen: nach monatelangen Vorbereitungen sollte die Teilnahme am Wettbewerb MATE ROV in Göppingen klappen. Ziel des Wettbewerbs, der vor allem in Nordamerika sehr populär ist, ist die eigene Konstruktion eines steuerbaren Unterwasser-Roboters zu Forschungs- und Wartungszwecken. Vorausgegangen waren monatelange Montage- und Programmierarbeiten, die im Fachbereich Technik von Hr. Dr. Trippo und im Fachbereich Informatik von Hr. Debray unterstützt wurden.
So machten wir uns am Freitag nach der Schule auf den weiten Weg quer durch die Republik nach Göppingen bei Stuttgart. Der Wettbewerb fand am Samstag am Hohenstaufen-Gymnasium Göppingen in einer Schwimmhalle unter der Leitung von Thomas Hoover und Oliver Duerr statt (https://materovcompetition.org/world-championship).
Das Weinberg-Gymnasium nahm erstmals an diesem Wettbewerb teil. Dieser lief in mehreren strengen Stufen ab. Wettbewerbssprache war englisch.
Es wurden zuerst die technischen Dokumentationen zum Roboter bewertet. Product Demonstration Judge war Felix Harmau. Weitere Professoren begutachteten uns inhaltlich.
Danach erfolgte eine Sicherheitsinspektion, da ja z.B. die Elektromotoren im Wasser auch mit Strom betrieben werden.
Dem schloss sich der eigentliche zweistufige Wettkampf nach festen Regeln an, der aus einer fünfminütigen Vorbereitung, 15min Präsentation im Parcours zu unterschiedlichen Aufgabenstellungen nach Punkten und einer dreiminütigen Nachbereitungsphase bestand.
Den Abschluss bildete dann noch eine Präsentation der technischen Lösungen durch Poster und Vortrag vor einer Jury der Bundesmarine.
Mehrere Mannschaften in unterschiedlichen Altersgruppen nahmen am Wettbewerb teil. Einfache Unterwasserroboter wurden von Schülern der 6. Klasse des Hohenstaufen-Gymnasiums in Göppingen erfolgreich vorgeführt. Ein Mädchen-Team gewann!
Der erste Durchgang unserer Mannschaft verlief jedoch nicht ohne Komplikationen. Es kam nach einiger Zeit unter Wasser zu einem Kurzschluss in einer Steckverbindung, der zum Ausfall der Kamera am Roboter führte. Die Schüler konnten dieses Problem jedoch lösen.
Der zweite Durchgang verlief deutlich besser. Alle Aufgaben wurden mit Sebastian am Joystick unterdessen routiniert erfüllt.
Unsere Schüler erhielten auch deshalb von den Offiziellen und den Mitkonkurrenten großen Respekt für die geleistete Arbeit.
Technisch aufwendigere Lösungen boten Maschinenbau-Studenten der Hochschule Esslingen. Interessante Lösungen wurden in fairer Art und weise zwischen den Mannschaften diskutiert. Bei Problemen half man sich. Eine sehr angenehme Wettkampfatmosphäre!
Bis zur Siegerehrung wurden noch interessante Gespräche mit z.B. Professor Udo Lang von der Hochschule Esslingen zu technischen Lösungen und allgemein zum naturwissenschaftlichen Unterricht an Schulen geführt. Er gab uns auch noch ein paar Tipps für die Verbesserung unseres an sich schon guten Posters.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Siegerehrung!
Unsere Jungs erhielten die verdiente Anerkennung in Form von Goldmedaillen aus den Händen eines Korvettenkapitäns der Bundesmarine und viele Glückwünsche von den Organisatoren. Gleichzeitig wurde mit diesem tollen Ergebnis eine Einladung zur diesjährigen Weltmeisterschaft in St Johns, Canada im Sommer erworben!
Ein kleines Abendessen in einem Restaurant der Fußgängerzone Göppingens mit typisch schwäbischem Essen beendete diesen erfolgreichen Abend.
Ein großes Dankeschön gilt hier Hr. Sirisko-Theile, der die Schüler nicht nur sicher mit seinem PKW hin und her transportierte, sondern auch seine heimatliche Garage für die Konstruktionsarbeiten zur Verfügung stellte und sein Auto anderweitig parken musste.
Dr. A. Trippo, Fachbereichsleiter WAT/TE